Technische Seite:

Je nach Anlagentyp gilt, dass bereits jetzt eine Vielzahl von Schiessstätten "indoor" betrieben wird, insbesondere Kugel- und Kleinkaliberstände. Verschiedentlich wurde eine Verlagerung auch des Wurfscheiben-, Kipp- und Rollhasenschiessens in geschlossene Hallen vorgeschlagen. Aus wirtschaftlichen Gründen schieden derartige Lösungen bisher aus. Nach Angaben des BVS ist z. Zt. Aufgrund technischer Probleme (Lüftung, Geräuschdämmung) weltweit keine Wurfscheiben-Schiesshalle in Betrieb. In Simulationstechniken (Laserschiesse, Schiessen auf Laserziele) sieht der BVS zwar durchaus denkbare Alternativen für Anfänger um den ersten Kontakt zur Waffe zu erleichtern, nicht jedoch für das praktische Training. Es gibt Anlagen, die das Schiessen mit Schroten auf ein bewegliches Laserlicht erzeugtes Ziel erlaubt. Das Ziel wird auf einer bis zu 30 m breiten Stahlwand abgebildet, gegen die der Schütze aus einer Entfernung von 25-30 m schießt. Da die Auftreffpunkte der Schrote bezogen auf die Position des Ziels im Moment des Schusses nachträglich dargestellt werden, eignet sich diese Anlage gut für Schulungszwecke. Von den Schützen wird darin allerdings kein gleichwertiger Ersatz für das Wurfscheibenschiessen gesehen, weil sich das Ziel nur zweidimensional bewegen kann, während die Wurfscheibe im Raum fliegt.

Materialseite:

Neben Bleischrot sind Schrote aus folgenden Metallen erhältlich: Eisen, Molybdän, Nickel, Wismut, Zink und Zinn. Insgesamt wird aber beim jagdlichen Schiessen überwiegend Bleischrot verwendet. Zur Kostensituation sei dargelegt, dass ein Geschoss mit Eisenschroten preislich einem Geschoss mit Bleischroten vergleichbar ist. Geschosse mit Zinkschroten sind derzeit etwa 2,5-fach, Wismutschrote 4-fach und Schrote aus einer quasi-Legierung aus Molybdän und einem Kunststoff 4,5-fach teurer als entsprechende Geschosse mit Bleischroten. Da alle in Frage kommende Stoffe als Stoffgruppe mit "schädlicher Wirkung auf das Grundwasser" eingestuft sind, könne sie deshalb nicht als tatsächlich in Betracht kommende Ersatzstoffe angesehen werden. Einzig allein der erheblich geringe Schadstoffinhalt in Eisenschroten, lässt dieses als Alternative zu. Waffentechnisch bestehen bei den heutigen Waffen, einzig bei älteren Modellen könne es zu stärkeren Abnutzungserscheinungen kommen, die aber kein Sicherheitsrisiko für den Schützen darstellen. Jedoch gibt es auch weitere Probleme, die bei genauer Betrachtung deutlich werden. Derzeit sind Bleischrote bei int. Sportlichen Schiesswettbewerben vorgeschrieben. Im jagdlichen Bereich kann es hinsichtlich der geringeren Verformungsbereitschaft von Eisen, zu erheblichen Sicherheitsrisiken für die Jagdteilnehmer kommen. Und letzlich könne durch die höhere Korrosionsneigung von Eisen bei hohen Schusszahlen schnell zur einer Verfärbung des Bodens kommen, woraus natürlich optische und Beeinträchtigung für Betreiber und Nutzer entstehen, was nicht zuletzt zu die festen Sanierungskosten in Höhe treibt, um diese Beeinträchtigung zu kompensieren. Wenn man also Eisenschrot als Alternative in Betracht ziehen und nutzen möchte, bleibt es nicht aus, die vorhandenen Schiessanlagen dementsprechend umzugestalten und neue Schiessanlagen dementsprechend zu planen.

       
  

 
 
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